Ministerin besuchte Projekt des Jugendreferats

Bürgermeister Rocco Wilken, Sylke Cremer und Friedel Valdorf freuen sich mit dem gesamten EKJZ-Team über die bewilligten Fördermittel, die Christina Kampmann und Willi Liebing (vorne von links) überreicht haben. | Foto: Joachim Burek/Vlothoer Zeitung(JB/RL/Vlotho) Prominenter Besuch aus Düsseldorf im Evangelischen Kinder- und Jugendzentrum (EKJZ) in Vlotho Valdorf. Die nordrhein-westfälische Familien- und Jugendministerin Christina Kampmann informierte sich über das Projekt multikultureller Jugendarbeit und insbesondere über die neu eingerichtete Fahrradselbsthilfewerkstatt der Einrichtung.

Gemeinsam mit Willi Liebing, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen, überreichte sie weitere 2.500 Euro Fördermittel für die Projektarbeit. „In einem ersten Antrag hatten wir bereits vom Land über die Arbeitsgemeinschaft Fördergelder in Höhe von 6500 Euro bewilligt bekommen“, freute sich Synodaljugendreferent Hans-Ulrich Strothmann über diesen finanziellen Nachschlag aus der Landeshauptstadt.

Ministerin Christina Kampmann war auch voll des Lobes für die Arbeit des EKJZ und insbesondere über das neue Projekt der Fahrradselbsthilfewerkstatt, bei dem jugendliche Flüchtlinge aus Vlotho mitarbeiten, um Fahrräder zu reparieren oder ausgediente „Drahtesel“ wieder flott zu machen. „Das ist ein wunderbares Projekt, das mit den Jugendlichen und jungen Flüchtlingen auf Augenhöhe arbeitet, was ganz wichtig für erfolgreiche Integration ist“, betonte die Ministerin. Gerade so eine Fahrradwerkstatt ermögliche den Jugendlichen Mobilität und damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Neben Hans-Ulrich Strothmann hatten zu Beginn des Besuches EKJZ-Jugendreferentin Sylke Cremer, Valdorfs Pfarrer Christoph Beyer, Superintendent Andreas Huneke und Bürgermeister Rocco Wilken sowie Vertreter des Vlothoer Flüchtlingsvereins die Ministerin begrüßt. Sylke Cremer stellte dabei die Arbeit des Evangelischen Kinder- und Jugendzentrums mit seinen Arbeitsgruppen, Projekten und Treffs vor. Besonders hob sie den multikulturellen Freitagstreff und die nun Ende der Sommerferien gegründete Fahrradselbsthilfewerkstatt hervor. Erst am vergangenen Wochenende sei dank zahlreicher Helfer die Werkstatthütte fertiggestellt worden. Jugendliche vom EKJZ, von der Weser-Sekundarschule, erwachsene Ehrenamtliche sowie jugendliche Flüchtlinge träfen sich dort immer Dienstagnachmittags zum Reparieren von Fahrrädern. „Wichtig ist für uns dabei auch die Vernetzung dieser Gruppen, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, sagte sie.

Hannah Gebhard vom Freitagstreff des EKJZ stellte der Ministerin schließlich auch einige der jugendlichen Flüchtlinge aus Vlotho vor. „Insgesamt sind es etwa 20 Kinder und Jugendliche aus dem Kosovo, Albanien oder Afghanistan im Alter von 4 bis 15 Jahren, die regelmäßig zu unseren Treffen kommen“, erläuterte sie.