Verabschiedung (von links): Presbyter Christian Franke, Superintendent Andreas Huneke, Presbyterin Magdalene Brockmeier, das Ehepaar Bärbel und Martin Streich sowie die Presbyter Norbert Flagmeier, Anja Bollmeier, Hubert Beumler und Stephanie Schröder. | Foto: Jürgen Gebhard (Vlothoer Zeitung)
Verabschiedung (von links): Presbyter Christian Franke, Superintendent Andreas Huneke, Presbyterin Magdalene Brockmeier, das Ehepaar Bärbel und Martin Streich sowie die Presbyter Norbert Flagmeier, Anja Bollmeier, Hubert Beumler und Stephanie Schröder. | Foto: Jürgen Gebhard (Vlothoer Zeitung)
Verabschiedung (von links): Presbyter Christian Franke, Superintendent Andreas Huneke, Presbyterin Magdalene Brockmeier, das Ehepaar Bärbel und Martin Streich sowie die Presbyter Norbert Flagmeier, Anja Bollmeier, Hubert Beumler und Stephanie Schröder. | Foto: Jürgen Gebhard (Vlothoer Zeitung)
(CZ/Bonneberg) Am 3.Adventssonntag 2016 wurde Pfarrer Martin Streich mit einem einzigartigen Gottesdienst, in den Ruhestand verabschiedet. Ein besonderer Gottesdienst nicht nur entsprechend des Anlasses der „Entpflichtung“, wie es genau heißt, sondern auch wegen der Zeitspanne, die dieser einmalige Gottesdienst ausfüllte.

Über 2 ½ Stunden dauerten die Verabschiedungsfeierlichkeiten in der Jubilate Kirche und trotz seiner enormen Länge kam keine Langeweile auf. Die Kirche war bis auf den allerletzten Platz gefüllt, viele Gemeindemitglieder, ehemalige Vikare, Verwandte und Freunde ließen sich einladen, ihren langjährigen Gemeindepfarrer zu verabschieden. Mit einer wunderschönen kraftvollen Begleitmusik des Posaunenchores, der in voller Besetzung diesmal ganz vorne am Taufstein musizierte, zogen Pfarrer Streich, seine Frau Bärbel, Andreas Huneke, der Superintendent und das Presbyterium in die Kirche ein.

Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Ein ausgezeichnetes, abwechslungsreiches Programm sollte nun für die nächsten Stunden beginnen. Der Posaunenchor unterstützt von den Kindern von Martin Streich spielten herrliche Stücke und begleiteten auch bei den Gemeindeliedern. Der gemischte Chor unter der spontanen Leitung von Ruth Linnenbecker sang die Lieder voller Leidenschaft und nach dem letzten Lied überreichte jedes Chormitglied ihrer ehemaligen Leitung Bärbel Streich eine weiße Rose. Ein bewegender Moment.       

Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Das dritte Adventstürchen wurde geöffnet, ein Geburtstagständchen für ein Gemeindeglied gesungen und die Predigt für diesen besonderen Gottesdienst hielt Pastor Streich selbst, so wie es die Kirchenordnung vorgibt. Er begann seine Ansprache mit der Frage, die sich aus dem Bibelabschnitt aus 1. Kor. 4 ergab: Jedermann soll uns für Christi Diener halten, als Haushalter Gottes. „Warst du das, ein Diener Gottes?“ „Die Gemeindearbeit hat mir volle Lotte Spaß gemacht“, berichtete Martin Streich. Möglich war dies, weil seine ganze Familie voll und ganz hinter ihm stand und unterstützt hat.                                               

Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Als er vor 31 Jahren von Pfarrer Schumann ordiniert wurde, sagte dieser, dass er nun ein „verordneter" Diener, ein „ordentlicher“ Diener sei. Im Predigttext spricht Paulus davon, dass wir Diener Gottes sein sollen. Wie in einem Ruderboot die Ruderknechte, sie sitzen immer unten und müssen gleichmäßig im Takt rudern. Sie können nicht steuern, das kann nur der Steuermann. So sollte es auch bei uns sein, wir sitzen nicht am Steuer, sondern ziehen gleichmäßig das Ruderblatt durch die Wellen, im Einklang und Takt mit den anderen, die im gleichen Boot sitzen. Am Steuer ist Jesus Christus, er kennt den Weg, er kennt das Ziel, er gibt die Richtung an. Der Kurs ist manchmal nicht leicht und ohne Lotsen würden wir untergehen. Die Gemeinschaft mit anderen ist so wichtig, allein können wir das Boot schlecht vorwärts bekommen. Gott möchte, dass wir ernst machen mit unserem Glauben. Er ruft uns ganz laut, besonders in der Weihnachtszeit.

Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Auf vieles gibt es keine Erklärung, wir sind Geheimnisträger Gottes, sein Geheimnis ist uns anvertraut. Sein Geheimnis ist das Geheimnis vom Kreuz. Am Kreuz gibt Jesus sich für uns hin, wir sind ihm unendlich viel wert. Das Kreuz wird dadurch zum Siegeszeichen. Das letzte Wort wird Gott behalten und nicht wir. Paulus sieht sich nur in der Verantwortung vor Gott. Ihm ist wichtig, was Gott zu seinem Leben sagt. Abschließend formulierte Marin Streich zu dem einerseits traurigen Anlass: „ Der Pastor und seine Frau gehen, aber Jesus Christus bleibt. Wir werden euch nie vergessen, ihr ward eine klasse Gemeinde.“

Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Es folgten noch einige kurze Ansprachen vom Superintendent, dem Presbyterium und dem Bürgermeister, die so lebendig vom Werdegang und Früchten der Arbeit von Martin Streich berichteten, so dass auch hier keine Langatmigkeit zu spüren war. „ Eine neue Lebensphase beginnt, du bleibst Pastor, aber du hast keine Aufgaben mehr in der Gemeinde“, schließt Andreas Huneke seine Rede. Eine herzliche Einladung zum gemeinsamen Abendmahl nahmen viele in Anspruch, so dass es hier zu der einen oder anderen Wartezeit kam.

Im Anschluss an diesen bewegenden Gottesdienst ging es in den schon am Nachmittag zuvor festlich dekorierten Gemeindesaal. Viele fleißige Hände ließen das Gemeindehaus wunderschön esrahlen. Ein köstliches Mittagessen vom "Bonneberger Hof" war für die über 200 Gäste schon zubereitet. Bei leckerem Essen, guten Gesprächen und netter Gesellschaft wurden noch etliche Stunden im Gemeindehaus gefeiert.

Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Verabschiedung Pfarrer Martin Streich
Über 31 Jahre auf dem Bonneberg und immer mit vollem und fröhlichem Einsatz für den Herrn unterwegs. Zusätzlich noch viele Aufgaben in der Kurseelsorge, als Dozent in der Fachschule auf dem Wittekindshof, als Jugendpfarrer oder Religionslehrer und immer mit dem wichtigen Ziel vor Augen, den guten Kontakt zu Menschen in Freud und Leid zu halten.

Wir können nur DANKE sagen für so viel Treue mit der Martin Streich und seine Familie zu uns Bonnebergern gestanden hat.

so schön, schön war die Zeit ... Über 3 Jahrzehnte auf dem schönen Bonneberg, wie du immer sagst, gelebt, gelacht, getragen,getröstet, gebetet, gewirkt ... DANKE für EURE TREUE !!! Wir wünschen Euch für jeden Tag Gottes reichen Segen, viel Spaß mit den Enkelkindern, der Musik, den Reisen und Spaziergängen.

Arreviderci und Bye Bye, adieu, schaut doch wieder mal vorbei - hasta la vista noch und Tschüß, doch eines ist gewiß: Wir wollen Euch wiedersehen ES WAR SO WUNDERSCHÖN !!! EUERE BONNEBERGER !!!