Krippenwerkstatt in Uffeln

Erstellt am 18.12.2020
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Was machen wir bloß dieses Jahr zu Weihnachten? Das haben sich alle evangelischen Kirchengemeinden in Vlotho seit Monaten gefragt.

In Uffeln war ein Out Door Krippenspiel geplant, natürlich passend zur Situation: Römische Soldaten notieren die Besucher in Listen, der Wirt erzählt von seinen Existenznöten. Er würde ja so gern Maria und Josef unterbringen – aber es ist ja Beherbergungsverbot…aber am Ende spricht der Engel zu allen auf der kalten Gemeindewiese „Fürchtet euch nicht!“

Bloß – wie kann man proben, wenn auch die Konfis nicht mehr zum Unterricht kommen können?

Die Uffelner entscheiden sich für ein Stabpuppenspiel. Aber was, wenn es regnet? Aus Pappe dürfen die Figuren nicht sein. Also übernahm es Gerda Faff, Holzfiguren auszusägen. Seit vielen Jahren ist Gerda Faff die gute Seele von Kirchengemeinde und Kindergarten, als Küsterin, Begleiterin der Seniorentreffs und in der Coronazeit als Alltagsassistenz im Kindergarten. Mit Laubsägearbeiten haben sie und ihr Mann viel Erfahrung. Damit sind sie normalerweise auf den Weihnachtsmärkten der Region präsent. Und schön sollten die Figuren auch werden.

Die künstlerische Gestaltung nahmen die Presbyterinnen Renate Seep und Brigitte Meinhold in die Hand. Renate Seep war bis zu ihrem Ruhestand Kunstlehrerin an der Realschule Vlotho, Brigitte Meinhold und ihre Schwester Elisabeth Mohme haben das Malen in der Malschule Pohle gelernt.

Wochenlang wurde gezeichnet, gesägt, gepinselt, lackiert und als das letzte Schäfchen trocken war, da kam die Empfehlung, es sei doch besser, auf Weihnachtsgottesdienste ganz zu verzichten. Doch so leicht lassen die Uffelner sich Weihnachten nicht vermiesen.

Das Adventsmarktteam um Birgit Wilkening war sofort bereit, eine Hütte als Stall für die Figuren am Gemeindehaus aufzustellen – unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln.

Dort sind die neuen Krippenfiguren jetzt bis zum 6. Januar zu sehen und in der Krippe finden sich kleine Texte und Überraschungen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel. Alle Beteiligten hoffen, so den Uffelnern doch noch eine Weihnachtsfreude machen zu können.