Glockengeläut in der Zeit des Lockdowns

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Bis auf weiteres gelten für uns alle Einschränkungen - bis zum Ende des Lokckdowns sind alle Gottesdienste ausgesetzt. Während dieser Zeit läuten in vielen Vlothoer Kirchen abends um 19.30 Uhr die Glocken als Zeichen der Hoffnung.

Wenn Sie möchten, dann können Sie dieses Zeichen verstärken, indem Sie in Ihrem Fenster eine Kerze anzünden oder mit Taschenlampe oder Handy ein Lichtsignal in die Dunkelheit senden.

 

Anregungen für eine kurze Zeit der Stille

 

Meditation und Gebet:   

Ich höre die Glocken läuten.

Ich lasse mich unterbrechen in dem, was mich gerade beschäftigt, was mich ablenkt.

Ich lasse mich hineinnehmen in den Rhythmus der Glocken.

Ich lasse mich tragen von ihrem Klang, der mich in diesen Minuten verbindet mit all den anderen, die jetzt auch zuhören.

Gott, lass mich jetzt ganz Ohr sein.

Hilf mir, zur Ruhe zu kommen am Ende dieses Tages.

Lass mich Kraft schöpfen in der großen Gemeinschaft der Glaubenden, in die du mich rufst.

Ich bin nicht allein.

Meine Ängste in dieser unsicheren Zeit,

meine Sorgen um andere Menschen und um die Welt, in der wir leben,

kann ich mit Dir teilen, Gott.

Du findest mich, auch wenn ich dich vielleicht verloren habe.

Du warst auch heute in meiner Nähe.

Danke, Gott, für diesen Tag.

 

Vater unser im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe.

Wie im Himmel, so auf Erden.

 

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.  

Amen

 

 

Vielleicht sprechen Sie aber auch andere Worte an - dazu zwei Vorschläge

 

Abendgebet von Gerhard Tersteegen:

Müder Geist, nun kehr zur Ruh und vergiss die Bilder alle.

Schließ die Augen sachte zu;

Was nicht Gott ist, Dir entfalle.

Schweig dem Herrn und halt ihm still,

dass er wirke, was er will.

 

Luthers Abendsegen:

Des Abends, wenn du zu Bett gehst, kannst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sagen:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen.

Darauf kniend oder stehend das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser.

Willst du, so kannst du dies Gebet dazu sprechen:

Ich danke dir, mein himmlischer Vater,

durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,

daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast,

und bitte dich,

du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe,

und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten.

Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände.

Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

 

(Alsdann flugs und fröhlich geschlafen - Martin Luther 1529)